LEBENSART

Das Prix Culinaire

Der Taittinger
wird zum Prix ArsNova für Autorengastronomie.

Seit seiner Gründung im Jahr 1967 hat sich der kulinarische Preis Le Taittinger kontinuierlich weiterentwickelt und an seine Zeit angepasst. 2024 markiert einen neuen Meilenstein in seiner Entwicklung, da er dem Philanthropischen Stiftungfonds ArsNova beitritt und somit zum Prix ArsNova für Autorengastronomie wird, der kreative Exzellenz sowie das Teilen von Know-how mit einem breiten Publikum feiert.

"Le Taittinger hat die Zeit überdauert und vereint heute eine wunderbare Familie großzügiger Köche. Es ist an der Zeit, dass er sich ausweitet und eine andere Dimension annimmt. In einem Kontext, in dem die Weitergabe innerhalb der Familien kaum oder gar nicht mehr stattfindet, erscheint es uns wichtig, die jungen Generationen für Geschmack zu sensibilisieren, ihnen Lust zu machen, Freude zu haben und anderen durch Kochen Freude zu bereiten. Es ist auch eine Möglichkeit, den Reichtum aller Kulturen zu nutzen und ihn aus dem köstlichen Blickwinkel des Tisches zu teilen, um dieses natürliche Theater der Diskussion wieder zu verzaubern."

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Der Prix Culinaire Taittinger 2012 - die Prüfungen.
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EINE FESTE GRÖßE
AUF INTERNATIONALER EBENE

Große Ideen ebenso wie deren Fortbestand sind oft die Frucht schöner Begegnungen.

1966, an einem Abend während der Weinlese, begrüßte Claude Taittinger, der damalige Vorsitzende von Champagne Taittinger, im Château de la Marquetterie Georges Prade, Commandeur der Bruderschaft der Coteaux de Champagne. Die beiden Genießer sprachen insbesondere über ihre Verbundenheit zu der Kochkunst in ihrer natürlichsten Ausprägung und ihre Sorgen hinsichtlich der Entwicklung der Gastronomie ... Bei einem Glas Champagner kamen sie auf die Idee, einen internationalen Kochwettbewerb der gehobenen Küche zu etablieren, der von Profis organisiert und bewertet wird. Sie wollten damit Jene Kochkunst huldigen, die den klassischen Regeln folgt und sie mit Kreativität vereint.

Die Idee wurde schnell zu einem Projekt, das 1967 zum ersten Mal zur Umsetzung kam. Der Preis wurde „Prix Culinaire International Pierre Taittinger“ getauft - als Hommage an den im Vorjahr verstorbenen Gründer der familiengeführten Gruppe. Pierre Taittinger, ehemals Abgeordneter und Präsident des Pariser Stadtrates, war in der Tat ein großer Feinschmecker. In Paris galt sein Speiselokal als eines der besten ... Als Freund von Fernand Point, dem berühmten Chef der Pyramide in Vienne bei Lyon, einer der Väter der neuen Küche, war Pierre Taittinger ein erfahrener Gourmet und verfolgte die Entwicklung der französischen Gastronomie sehr genau.

Dieser Wettbewerb erlangte hohes Ansehen.  Einige preisgekrönte, junge Chefköche (zwischen 24 und 39 Jahren) wurden zu Stars der Branche und der schwierige und für seine Integrität bekannte Wettbewerb erwarb seine Legitimität. Er zeichnet wahre Talente aus, die sowohl die klassische als auch die kreative Kochkunst bis zur Perfektion beherrschen. Als Pierre-Emmanuel Taittinger 2007 die Leitung des Champagnerhauses übernahm, wurde der Preis zum „Le Taittinger“, eine doppelte Hommage an eine Familientradition, die fortgeführt und weitergegeben wird, und an die Köche, die ihn schon lange als „Le Taittinger“ bezeichneten.

Seitdem hat sich der Preis stetig weiterentwickelt. Die Jury, bestehend aus renommierten Chefköchen, wurde erneuert und wird nun von Emmanuel Renaut, 3-Sterne-Koch des Restaurants „Flocons de Sel“ und „Bester Handwerker Frankreichs 2004“, geleitet. Die 51. Ausgabe im Jahr 2017 würdigte den ganz jungen Schweizer Küchenchef Tom Meyer vom Restaurant de l'Hôtel de Ville in Crissier. Mit seinen  gerademal 24 Jahren ist er der jüngste Sieger in der gesamten Geschichte des Preises „Le Taittinger“! Ein Preis, der heute als einer der schönsten internationalen Auszeichnungen des Berufsstandes gilt ...

Zum 50-jährigen Jubiläum erschien Ende 2016 ein Buch, das fünf Jahrzehnte kulinarischer Entwicklungen und menschlicher Herausforderungen nachzeichnet. Etwa fünfzehn Preisträger aus verschiedenen Ländern erzählen in diesem Werk von ihren persönlichen Eindrücken und den Herausforderungen des Wettbewerbs, und dessen Kulisse. Sie verraten anhand der Speise, die sie auf die höchste Stufe des Siegertreppchens brachte, ihr Erfolgsrezept. Zur Vervollständigung dieser Einblicke kommen auch Jury-Präsidenten, Beiköche und andere beteiligte Personen zu Wort. Ein lebendiges, kosmopolitisches und menschliches Buch, genau wie die Grande Cuisine. (Autor: Nadège Forestier; Buch käuflich erhältlich)

MEHR INFOS?

Für den Kochwettbewerb sind in einem Restaurant arbeitende junge Chefköche im Alter von 24 bis 39 Jahren mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung zugelassen. Der Wettbewerb besteht aus zwei Runden: Zuerst gibt es auf nationaler Ebene in einer Reihe von Ländern, in denen die französische Küche zu Hause ist, Vorentscheide.

Am Ende eines jeden nationalen Finales wählt eine Jury, die sich ausschließlich aus Chefköchen zusammensetzt, einen Koch, der beim internationalen Finale in Paris antritt. In der zweiten Runde treten die Gewinner der nationalen Wettbewerbe gegen ihre internationalen Mitstreiter an. Die internationale Grand Jury besteht aus Chefköchen, die für die größten französischen und ausländischen Restaurants verantwortlich sind, sowie aus Präsidenten der wichtigsten Kochverbände und früheren Gewinnern des internationalen Taittinger-Finales. 2017 war der Austragungsort des Finales im prestigeträchtigen Hotel Peninsula in Paris. In dem ehrwürdigen Ambiente wurde sowohl der Kochkunst als auch den Köchen höchste Ehre gebührt. Der gesellige und für alle offene „Taittinger des Cordons Bleus“ vereint die Amateur-Finalisten am selben Tag wie die Profi-Finalisten, vor derselben Jury und bei der gleichen Prüfung!

Möchten Sie mehr erfahren? Sie möchten am Wettbewerb „Le Taittinger“ für Profis oder am „Taittinger des Cordons Bleus“ für Amateure teilnehmen? Lassen Sie sich fürhen!

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